fynd.kids
PausiertKontaktdaten am Kind statt Sorgen im Kopf
Eine App, die Eltern hilft, ihre kleinen und größeren Kinder in Menschenmengen wiederzufinden. Ein simpler QR-Code mit Kontaktdaten — kein GPS, kein AirTag, kein Abo.
„Hä, wieso? Wir waren doch die ganze Zeit da drüben.“— Max (6), 15 Minuten lang nicht auffindbar
Was wollte ich bauen?
Ketteler Hof, Sommer 2024. Wir sind mit einer befreundeten Familie da — Erlebnisbauernhof, fast schon Freizeitpark. Die drei Großen verschwinden auf einem riesigen Klettergerüst-Parcours. Ratzfatz weg. Es ist voll an dem Tag, richtig voll.
Nach 10, 15 Minuten hat niemand die Kinder mehr gesehen. Wir laufen los, suchen. Max hat einen AirTag dran — bringt nichts. Die Ortung ist träge, der Lautsprecher geht im Lärm unter. Das Ding ist nicht dafür gemacht. Nummer auf den Arm? Max schmiert eh alles an sich ab, davon bleibt nicht viel übrig. Und einen Edding auf der Kinderhaut will man auch nicht wirklich.
Am Ende finden wir die drei, zwei Klettergerüste weiter. Denen war gar nicht klar, dass sie verloren waren. Sind einfach im Spiel weitergewandert.
Was am meisten helfen würde: dem Kind beibringen, wie es sich verhält, wenn es die Eltern nicht mehr findet. Aber falls das nicht klappt, wäre ein simpler QR-Code in den Klamotten — mit Eltern-Kontaktdaten, die jeder scannen kann — immerhin ein Notfallplan.
Was es gibt
- 📍AirTags — teuer, Batterie, Reichweite begrenzt
- ⌚GPS-Uhren — Abo, Mobilfunk, nichts für Kleinkinder
- ✍️Nummer auf den Arm — wäscht ab, peinlich, nur eine Nummer
- 🏷️NFC-Anhänger oder Armband — geht schnell verloren
Was fynd.kids macht
- 📱QR-Code neu generieren, wann immer sich was ändert
- 👨👩👦Mehrere Kontaktpersonen pro Kind — Papa, Mama, Oma
- 🖨️Ausdrucken als Sticker, Aufnäher, Anhänger
- 🔒Keine Kinderdaten im QR-Code — nur Eltern-Kontakt
So simpel wie möglich
Kein Account, kein Abo, keine Cloud. Alles bleibt auf dem Handy.
QR-Code generieren
Kontaktdaten als vCard — der Finder scannt, tippt auf Anrufen, fertig.
Kontakte verwalten
Eltern, Großeltern, Babysitter — pro Kind festlegen, wer draufsteht.
Komplett offline
Funktioniert ohne Internet. Auf dem Festplatz, im Wald, im Urlaub.
Keine Kinderdaten
Keine Kindernamen, keine Fotos, keine Standortdaten im QR-Code. Nur Eltern-Kontakt.
Warum es hier stehengeblieben ist
fynd.kids funktioniert. Kontakte anlegen, QR-Code generieren, PDF ausdrucken. Für uns reicht das. Das Problem ist gelöst. Was fehlt, sind die letzten 20 Prozent: Design-Polish, ordentliches Onboarding, App-Store-Listing, Pflege. Alles Dinge, die aus einem Projekt für mich ein Produkt für andere machen würden.
Und dann kam klyngl.kids dazwischen — ein anderes Projekt, das mich mehr gereizt hat. Das bisschen Zeit, was im Feierabend bleibt, will gut investiert sein. Wenn was Neues kommt, muss was Altes weichen. Den Hund als Maskottchen hat übrigens Max ausgesucht — weil er ihn süß findet und Hunde natürlich auch wahnsinnig gut suchen können.
Was ich dabei gelernt hab
Das war Anfang 2025 mein erstes Projekt, bei dem ich die komplette Planung mit einem AI-gestützten Workflow durchgezogen habe — von den Features über die technischen Anforderungen bis zur Umsetzung im Code. Das hat sich ziemlich nach Fließbandarbeit angefühlt, aber das Ergebnis war schnell da und die Lösung funktioniert gut genug für uns. Es gab seitdem glücklicherweise keinen weiteren „Verlust“ zu verzeichnen, aber das Gefühl, dass da ein Notfallplan an Max' Klamotten hängt, falls es doch noch mal zu so einer Situation kommt, ist schon sehr beruhigend.
Außerdem: Unzerstörbare Etiketten für die Kleidung finden ist gar nicht so leicht. Bisher haben die meisten bedruckbaren Klebelösungen sehr schnell einen Abgang gemacht. Und die meisten Anbieter von Namensaufklebern unterstützen leider keine individuellen Bilder oder gar QR-Codes auf den Schildchen.
Wie geht's weiter?
Erstmal gar nicht. fynd.kids ist bis auf weiteres pausiert — nicht gelöscht. Der Code liegt da, die QR-Codes kleben an Max' und Felix' Jacken, und falls sich irgendwann nochmal Zeit oder Bedarf ergibt, kann ich das Ding wieder aufmachen. Aber gerade bau ich woanders.